Ehrlichkeit hat in der heutigen Welt keinen Platz mehr.- Aber in meiner.

Dienstag, 29. Juli 2014

Ghana zum Zweiten

Akwaba zum zweiten diese Mal sogar richtig geschrieben =) Die Zeit hier scheint im Fluge zu vergehen, bald schon sind zwei Wochen um. Vieles ist geschrhen seit dem letzten Eintrag. Die erste nennenswerte Aktion ist das Waschen unserer Kleider- echtes Teamwork. Als erstes haben wir die grossen Waschschüsseln mit wasser gefüllt und natürlich haben wir das Wasser, wie für Afrika typisch, auf unseren Köpfen transportiert, obwohl es bei uns wohl nicht ganz so elegant aussah, wie bei einem obinini (Schwarzer). -> Foto folgt
Nach dem Waschen legt man die Kleider zum trockenen auf den Boden, auf Büsche oder was sonst gerade vorhanden ist. Bei der Luftfeuchtigkeit hier in Accra dauert es aber relativ lange bis die Wäsche trocken war, weshalb wir über Nacht eine Wäscheleine quer durchs Zimmer spannten, diese blieb aufgrund der immer noch feuchten Kleidung auch am nächsten Tag noch hängen, das Bild des Zimmer ist unbezahlbar ;-)
Eine weitere Tat war das Kochen, ich habe zwar auch jetzt noch keine Ahnung, wie man das Essen zubereitet, aber es hat super geschmeckt! 
Am Donnerstagabend sind wir dann noch in unsere Gastfamilir umgezogen. Diese wohnen ebenfalls in Accra in einem eher neueren Teil von Accra, weshalb die Strassen hier noch nicht geteert sind. Das macht eine Taxifahrt mit 5 Mädel und dem Taxifahrer schon beinahe zu einem kleinen Abenteuer. Die Gastfamilir ist toll, sehr nett und offen, wir sind hier wirklich Teil der Familie und nicht einfach nur Gäste. Das Haus ist noch im Bau, hat kein fliessendes Wasser und dir Deckenlampen sind noch nicht eingerichtet. In unserem Bad hat es weder Fenster noch Lidht, aber eine Wasserflasche und Taschenlampe geben ganz schön Licht. Und das fehlende Wasser sehe ich nicht als Hindernis sondern als Herausforderung. Aber im Allgemeinen bekommt die Körperhygiene hier einen ganz anderen Stellenwert als in Europa und dies tut irgendwie gut zu sehen und ich freue mich riesig, wenn ich zu Hause wieder mal ganz saubere Füsse habe. :-) Aber bereits hier freue ich mich jeweils über eine Dusche, bei der das Wasser von oben aus einem Duschkopf kommt, am Wochenende hatten wir eine outdoor-Dusche mit Fliegen, Mücken und Faltern geteilt und ich habe noch selten eine Dusche so genossen. Diese Duschen standen in einem wunderschönen Hostel im Volta-Delta. Ich glaubte im Paradies gelandet zu sein, der Flusslauf ist gesäumt von Kokospalmen und besiedelt von Fischern mit ihren bunten Booten, ein einmaliges Bild. -> Foto folgt. Wir haben die zwei Tage sehr genossen! Und ich habe die Volunteers hier fest ins Herz geschlossen, dass ich gar nicht daran denken möchte, dass wir uns in zwei Wochen bereits wieder verabschieden müssen. So viele tolle Leute mit denen über alle möglichen Dingen ganz toll reden kann. Und meine Begleiterin ist nach wie vor sehr sehr toll!
Meine Lieben, ich wünsche euch eine gute Zeit, machts gut und hebed eu Sorg!!

Montag, 21. Juli 2014

Ghana zum ersten =)


Akwaaba

Nun sind wir also hier. Die Reise klappte bis auf Kleinigkeiten ganz gut und wir wurden am Flughafen herzlich begrüsst. Mit dem Auto ging es dann durch das nächtliche Accra zu unserem ersten guestshouse. Hier werden wir die nächsten 7 Tage hausen, einige Informstionen zum Land bekommen, bis wir dann nächsten Mittwoch in die eigentliche Gastfamilie kommen, wo das aber genau sein soll, wissen wir noch nicht so genau, denn unsere Gastmutter hat anscheinend Besuch und kann uns deswegen nicht bei sich aufnehmen.
Vergangenes Wochenende haben wir zwei Hochzeiten miterlebt, dies war sehr interessant und doch etwas verschieden zu uns. Der Gottesdienst beispielsweise dauert hier an die 4 Stunden, danach ist das Procedere eigentlich ähnlich, nur, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass man sooo viele Leute kennen kann. =) 
Tja und sonst. Wir hatten unsere city-tour gemeinsam mit unserem houstbrother, welcher uns einige Sehendwürdigkeiten und Museen zeigte.nwas uns Mädels natürlich am meisten interessierte waren aber die Märkte und wir wurden nicht enttäuscht. Diese Farbenvielfalt von den Stoffen, Kleidern, Schuhen und Armbändern ist der Wahnsinn. So kauften wir uns dann auch unser erstes Kleid, welches wir für die Hochzeiten brauchten. (Foto folgt zu Hause) auch ein Armband und ein Armreif gehörte da natürlich dazu. Anfangs war es etwas befremdlich von allen Seiten angefasst zu werden und dass einem alle obroni (Weisse) nachrufen, doch daran gewöhnt man sich recht schnell. Auf unserer city-tour lernten wir auch trotro fahren, das ist eine Art Bus welcher an diversen Orten hält und die Leute aufnimmt, es gibt auch hier verschiedene Linien, wer die Zeichen lesen kann, weiss sogar wohin welches trotro fährt, wer dies nicht kann, muss sich durchfragen. Die Fahrt ist unglaublich günstig und tagsüber kein Problem, nachts haben wir bis jetzt Taxis benutzt. 
Die Zeit hier in Afrika wird mich auf jeden Fall verändern, ich  finde es extrem beeindruckend, wie fröhlich und voller Lebensfreude die Leute hier sind, obwohl sie materiell gesehn um einiges weniger besitzen, als wir in Europa. Aber auf fast jedem Gesicht sieht man ein Lachen und es wird einem auch gerne geholfen, im Allgemeinen habe ich das Gefühl, dass hier sehr viel gelacht wird. Auch sonst, es tut mir so gut in dieser entschleunigten Welt zu leben, hier scheint die Zeit eine deutlich kleinere Rolle zu spielen, hauptsache, man ist dabei, um welche Zeit ist eigentlich egal. Für uns Europäer ist das Anfangs vielleicht etwas gewöhnungbedürftig, aber es tut so gut, mal die Uhr nicht andauernd ansehen zu müssen, man geht einfach, dann wenn man geht und es ist einfach ok so.
Ich bin gespannt, was ich dann bei der Arbeit erleben werde, wir sind in einem sehr kleinen Spital untergebracht, welches aus 20 Betten besteht. Ich bin auch gespannt, was wir auf unserer Reise durchs Land noch alles erleben werden. Einige Dinge werden wir schon in den ersten vier Wochen mit einigen Volunteers machen, nächstes Wochenende fahren wir beispielsweise nach cape coast an den Strand und in den Nationalparc, das Wochenende danach wahrscheinlich ins Mündungsgebiet des Voltaflusses. In den zwei Wochen reisen möchten wir gerne den Norden des Landes bereisen, da hat es einige Nationalparcs und Städte wie Kumasi, Tamale und Mole, die uns reizen. Ganz zum Schluss möchten wir gerne noch ein paar Tage und Accra an den Strand um die Reise noch revue passieren zu lassen und uns zu rüsten auf das Heimkommen und auf die westliche Welt, was sicherlich schön, aber nicht ganz einfach wird mit all diesen Eindrücken im Gepäck.
Nun aber zurück ins hier und jetzt, ich hoffe, euch allen geht es gut, ich melde mich bei nächster Gelegnheit gerne wieder =)

Dienstag, 8. Juli 2014

Pre- Ghana

Nun ist es also so weit, in acht Tagen fliegen wir los nach Ghana. Geplant sind vier Wochen in einem Spital in der Nähe von Accra im Gebärsaal zu arbeiten und die restlichen zwei Wochen sollen dazu dasein, das Land zu bereisen. Für mich wird damit ein Traum wahr, schon lange möchte ich dieses Land besuchen und bin froh diese Erfahrung nun zu zweit machen zu dürfen!

Ich bin gespannt auf die Arbeit, die uns erwartet, ich freue mich auf die afrikanischen Kinder, die das Licht der Welt erblicken werden. Ich freue mich darauf neue Menschen kennenzulernen, von ihnen zu lernen, ihre Kultur zu entdecken. Ich freue mich eine einfachere, aber, so glaube ich, herzlichere Lebensweise kennenzulernen, ich erhoffe mir dadurch, dass mir die Augen geöffnet werden. Darüber, was wir hier alles haben, ich möchte auch lernen, das zu schätzen, was wir haben, ich möchte wieder lernen mein Herkunftsland zu mögen, trotz des Reichtums, trotz allem, was mich im Moment so stört. Vor allem aber möchte ich meine Augen offenhalten für als das Schöne in dem Land, für die Natur, die Tiere und die Menschen. Doch die Augen als einziger Sinn reichen nicht aus ein neues Land fassen zu können, deshalb werde ich auch meine Ohren öffnen, um fremde Töne zu hören, die Nase verfeinern um neue Gerüche wahrnehmen und die Hände öffnen, um neue Dinge zu spüren.

Ich bin verliebt in ein Land, das ich nicht kenne, ich bin gespannt, was kommen wird, ich bin, das muss ich zugeben, auch etwas nervös, doch ich bin der festen Überzeugung genau das Richtige zu tun. Und meine Lieben ich werde mir Sorge tragen und auf mich Acht geben und wenn mir dies einmal nicht gelingt habe ich eine super Begleitung dabei, die sicherlich gut auf mich aufpasst. (Und ich im Gegenzug auch auf sie!) Um dies zu beweisen und auch um euch etwas an unserem Abendteuer teilhaben zu lassen, möchte ich euch über diesen Blog, so weit dies möglich ist, auf dem Laufenden halten (ich hoffe der Blog erwacht so wieder ein wenig aus seinem Dornröschenschlaf ;-))