Ehrlichkeit hat in der heutigen Welt keinen Platz mehr.- Aber in meiner.

Donnerstag, 12. März 2015

Du bist der.

Und wenn du einfach mit mir lebst
Meine Fehler übersiehst
Mir ab und an mal was erzählst
Und nicht alles an mir mitliebst
Dann nehme ich dich in die Pflicht
Lass dich immer wieder los
Leih dir mein Herz, leih dir mein Ohr
Und schenk dir meinen Trost
Ich wär so gern dein Zufluchtsort
Die Mitte von deinem Schiff
Dein tadelloses Himmelblau
Und alles, was du vermisst
Verpass deinem Traum den letzten Schliff
Versprechen kann ich nichts
Erfüll dir jeden zweiten Wunsch
Und lass dich wie du bist
Du bist die, die mich atmet, die mich fliegt
Die mich rührt und die mich stählt
Du bist die, die mich findet, mich verliebt
Wenn du's bist, bist du alles das, was zählt
Und wenn die Sehnsucht dich verlässt
Und es wird flach in deinem Bauch
Und geht die Hoffnung auch zuletzt
Und die Gefühle sinken auch
Dann gib mir ein kurzes Signal
Und sag, es ist vorbei
Dann halt ich dich ein letztes Mal
Und geb dich wieder frei
Du bist die, die mich atmet, die mich fliegt
Die mich rührt und die mich stählt
Du bist die, die mich findet, mich verliebt
Wenn du willst, bist du alles das, was zählt
Und wenn wir treu sind nur uns selbst
Und wenn wir streiten nur im Licht
Und wenn der Wind nicht richtig trägt
Verlasse ich mich fest auf Dich
Ich will, dass Du mein Sehnen stillst
Dass du mit mir alle Strecken schwimmst
Was auch der Morgen für uns will
Es wird erstmal mit uns abgestimmt
Du bist die, die mich spiegelt, die mich liest
Die mich fühlt und die mich hält
Du bist die, die mich erdet, die mich zieht
Wenn du willst, bist du alles das, was zählt
Du bist die, die mich anfängt, die mich schiebt
Die mich begreift und die mich fasst
Du bist die, die mich ordnet, die mich denkt
Wenn du's bist, bist du es, weil es passt
Wenn du willst, bist du alles, weil es passt.

(Herbert Grönemeyer)


Nichts was im Moment besser passt als dieses Lied. 
Ich bin da, du bleibst, du gehst, du bist so nah und doch unglaublich fern. Du hast mein Herz und ich das deine und doch haben wir uns nicht. Ich bin bereit, doch du bist es nicht, wir sind es nicht. Ich habe Vertrauen und Angst. Angst dich zu verlieren, den Menschen zu verlieren, der so unendlich viel von mir weiss. Weiss, wie ich bin und weiss damit umzugehen. Weiss mich aufzubauen, mich weiterzubringen, mich zu sein. Uns zu sein. Wir sind wir und wie auch immer, das wird sich nicht ändern. Ich vermisse dich und doch lass ich langsam los, weil ich dich nicht halten kann, du entgleitest meiner Hand. Und ich der deinen. Es ist vorbei und doch fängt es erst an. Wir sind am Ende der Geschichte angelangt und doch ist das Ende nicht geschrieben.
Ich liebe dich..

Freitag, 14. November 2014

Ghana-Nachwehen aus der Schweiz

Bald sind wir wieder drei Monate zurück in der Schweiz. Ich habe mich zurück eingelebt, erfreue mich ab eingehaltenen Fahrplänen, einer warmen Dusche, Strom in allen Räumen des Hauses, Schlafen ohne Moskitonetz. Ich kann wirklich sagen, ich bin wieder zurück. Doch immer wieder werde ich von den Erlebnissen im Sommer eingeholt, immer wieder darf in meinen Erinnerungen versinken, manchmal schwermütig, manchmal erfreut, manchmal auch schmuntzelnd, doch immer dankbar. Dankbar für all die Eindrücke und Lehren, Einsichten und Umdenkensweisen. Wenn ich heute im Gebärsaal höre jedes Mal die ghanaische Hebamme, wie sie jeder Frau zwei 'bedmats' und eine Plastikunterlage für die Geburt verkaufte. Bei jeder Geburt überrascht es mich immer wieder wie sie mit so wenig Material auskommen, während ich eine Unterlage nach der anderen wechsle. Vor wenigen Tagen waren wir im Spital Bülach im Labor zu Besuch (wer mich ein wenig kennt, weiss, dass ich Blut und Blutwerte, das Zusammenspiel im Körper sehr faszinierend finde) anfangs habe gar nicht an ich mein Laborerlebnis im Royal MMR hospital in Accra gedacht, doch als wir vor den riesigen Maschinen standen und durch mehrere Räume geführt wurden, kam mir James in seinem kleinen Labor in den Sinn. Wie er mit einem Mikroskop, einigen Lösungen und einem Zentrifugator auskam. Natürlich bekam er nicht die gleich exakten und gleich ausführlichen Ergebnisse, doch er sah sich jede Blutprobe unter dem Mikroskop selber an, zählte Blutbestandteile. Es war sehr eindrücklich auf diese Art und Weise an Ghana erinnert zu werden.
An was ich mich aber momentan selber am meisten erinnern muss, manchmal muss ich mich fast dazu zwingen, ist das entspannt sein, das Gefühl von, es kommt alles schon irgendwie gut, ich brauche mir keinen Stress zu machen. Natürlich kann das hier in der Schweiz nicht so umsetzen wie in Ghana, doch nur schon das Gefühl hervorzurufen hilft.
Ansonsten bin ich soweit es meine Zeit zu lässt immer noch ein wenig mit Ghana in Kontakt. Ich habe damals in einem Internetkaffee Markus getroffen, erst war ich ein wenig genervt, dass ich nicht einmal im Internetkaffee meine Ruhe haben konnte, doch dann erzählte er mir von seinem Projekt. Er hilft momentan Strassenkindern in Accra eine Gesundheitsversorgung zu erhlaten, anfangs half er den einzelnen Kindern selbst, er übernahm also für sie die Gesundheitskosten und finanzierte ihnen die NHI (national healthinsurance). Vor einigen Woche bekam ich ein äusserts erfreuliches Mail eines freudestrahlenden Markus, welcher mir berichtete, dass es ihm gelungen sei, gemeinsam mit einer deutschen Organisation, den Strassenkindern aus Nima (ein Quartier in Accra in welchem wir ebenfalls 2 Wochen lebten) die NHI zu finanzieren. Doch sein eigentliches Projekt geht viel weiter, ermöchte den Strassenkindern in Accra Bildung ermöglichen, er möchte, dass die Kinder eine Chance auf ein Leben neben der Strasse erhalten. Besonders liegen Markus die Mädchen am Herzen, da sie häufiger noch schlechter dran sind als die Jungen, häufig erfahren sie bereits im jungen Alter Gewalt aber auch Vergewaltigung, viele werden ungewollt schwanger. Ihnen möchte er durch das Unterrichten von Sexualkunde die Hand bieten sich aus diesem Teufelskreis zu lösen. Ein hochkomplexes aber sehr lohnenswertes Projekt, was er hier aufbaut. Kurz nachdem ich aus Ghana zurück war, schickte er mir sein vorläufiges Schreiben zu und erst da wurde mir die miserable Situation der Strassenkinder bewusst, noch heute, wenn ich diese Schreiben wieder vor mir habe, treten mir Tränen in die Augen- unter solchen Umständen soll kein Mensch dieser Welt leben sollen. Dafür setzt er sich ein und ich bin froh einen kleinen Beitrag zu leisten ihn auf diesem Weg zu unterstützen.

Ich habe euch noch einige Fotos versprochen. Voilà:

                                           
 Auf zur Hochzeit in den afrikanischen Kleidern =)




                                                    
                                                     
 Wasser holen vor dem Waschen


                                                                
                                                                 
 das Waschen


                                                    
                                                         
 der ghanaische Tumbler




                                                                  
Volta-Delta


                                                 
 Elmina, eine atemberaubendeStadt


                                                     
 Auf Wanderschaft im 'Tessin'



                                                        
Elefanten in freier Wildbahn


Und für diejenigen, die sich noch etwas lebhafter ein Bild machen wollen, habe ich ein kurzer youtube Video gefunden, dass Tamale (die nördlichste Stadt, welche wir bereisten, sehr gut darstellt)- Viel Spass!
https://www.youtube.com/watch?v=AWrxfiG2wmM

Sonntag, 24. August 2014

Ghana zum fünften

Akwaaba zum fünften

Ein wahrscheinlich letztes Hallo aus Ghana. Aus dem Land, welches uns nun sechs Wochen zu Hause war.
Seit dem letzten Eintrag ist wieder einiges geschehen. In Tamale trafen wir zum Abendessen zu unserer Freude beide Pärchen, welche wir im Mole nationalparc kennenlernten. Der Abend wurde aber eher kurz gehalten, da wir alle müde waren vom frühen Aufstehen. Am nächsten Morgen verpackten wir unser Moskitonetz bereits wieder, die Busfahrt nach Kumasi stand an. Zum Glück wusste ich zu beginne des Tages noch nicht, wie lamge er werden wird. Kurz vor 09.00 Uhr waren wir an der Bushaltestelle in Tamale und wollten ein Ticket besorgen, doch das gabs im Moment nicht für Kumasi. Irgendwann erfuhren, dass wir warten müssen, bis der nächste Bus nach Kumasi gehfahren ist, bevor wir für den übernächsten Bus Tickets kaufen konnten. Irgendwann um 13.00 Uhr ergatterten wir uns endlich die ersehnten Tickets und gegen 14.15 Uhr fuhr dann auch unser Bus nach Kumasi. Gegen 22.00 Uhr kamen wir in unserem hostel an, welches wir ja bereits kannten, obwohl auch unsere zweite Reservation untergegangen war, bekamen wir sofort ein Zimmer und zu unserer grössten Freude auch noch etwas zu Essen. Der nächste Morgen startete einmal mehr mit Wäsche waschen, danach machten wir uns auf den cebtral market, den soweit ich weiss grössten Markt Ghanas. Wie zu erwarten tauschten wir auch hier einige Geldscheine in schöne Stoffe und sonstige Dinge um. Auf dem Markt hatten wir ein erfreuliches, wie auch zu gleich etwas beängstigendes Erlebnis, wer genaueres wissen möchte melde isch doch bei mir. :-) An unserem zweiten Kumasi-Tag stand das cultural center auf dem Plan, wir hatten eigentlich die feste Absicht zu Fuss dahin zu gehen, leider verliefen wir uns aber heillos, so dass wir irgendwann ein Taxi nahmen uns diesem eine halbe Stunde durch die Stadt fuhren..Tja tagsdarauf bemerkten wir, dass wir wohl zimlich im Kreis gegangen sein mussten. How ever wir kamen irgendwann im cultural center an und wir verbrachten einen tollen Tag in Mitten afrikanischer Schnitzereien, Musikinstrumente, Kleider und Bilder, natürlich wurde auch hier wieder gehandelt und eingekauft :-) Abends trafen wir uns ein weiteres Mal mit dem deutschen Pärchen aus dem Mole zum Essen, sie waren auf der Durchreise nach Ho in der Volta region und übernachteten zwei Mal in Kumasi, will heissen wir gingen tagsdarauf natürlich zu viert auf den central market, dieses Mal ohne spezielle Ereignisse abgesehen von viiiel Regen, aber dass muss ich den daheimgebliebenen nicht erklären. Es war alles nass und schlammig, ich war wirklich froh über meine Trekkingschuhe. Nach dem Markt besuchten wir zu zweit nioch den Ashanti-Palace, hier wohnt der König aus Ashanti. Das Königreich wird von dem King und der Queen regiert und reicht über die ganze Ashanti-Region (vergleichbar mit einem Kanton oder einem Bundesland). In jedem district gibt es einen von König eingesetzten chief, welcher über seinen district verfügt. Das Interessante in der Geschichte der Ashanti war in der Zeit der englischen Besetzung, da wurde der König und die Königin ins Exil in die Seychellen verfrachtet, jedoch nach einigen Jahren wieder zurück geholt, da die Engländer die Bevölkerung von Ashanti nicht 'bändigen' konnten. Da die Engländer aber das ehemalige Herrschershaus abbrannten, erbauten sie ein neues, dieses wurde über Jahre hinweg von drei verschiedenen Herrscshern genutzt, heute dient es Museum, der neue Palace steht aber gleich neben an. Was ich aber besonders beeindruckend finde, ist, dass der King bis heute eine extreme Macht in ganz Ghana hat, ein Wort von ihm und das Parlament hat nichts mehr zu sagen, er kann deren Entscheide einfach zu nichte machen. Doch es funktioniert und wie ich die Ghanaer kennengelernt habe brauchen sie eine solch traditionelle Führung. Nach diesem kulturellen Höhenflug machten wir uns auf den Rückweg zu unserem hostel, bedeutet, einmal quer durch die Stadt. Wir gingen bei strahlendem Sonnenschein los, wohl das erste mal N diesem Tag, doch schon bald goss es wieder wie aus Eimern, wir stelltenuns unter bis das schlimmste vorbei war, danach wagten wir uns wieder auf die Strasse, was dienGhanaer wohl gar nicht verstanden, wir wurden jedenfalls herzlichst unter jeden Schirm oder Unterstand eingeladen, was wir danken ablehnten. Völlig durchnässt, aber stolz den Heimweg von Beginn weg gefunden zu haben, erreichten wir das hostel, wie sehr hätte ich mir da eine warme Dusche gewünscht. Den Abend verbrachten wir natürlich wie es Tradition wurde mit unseren deutschen Freunden, doch dies war nun wirklich das letzte gemeinsame Abendessen. Aber ein wunderbares Frühstück mit dem ersten akzeptablen ghanaischen Brot, Marmelade, Peanutbutter, Bananen und Orangen teilten wir uns an unserem letzten Morgen in Kumasi zu viert. Danach packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg nach Accra, welches wir völlig unkompliziert erreichten. Mit einem völlig überteuerten Taxi fuhren wir zu unserem Relaxhotel, dessen Luxus bis heute leicht überfordert, aber auch freut. Viele gemischte Gefühle sind momentan in mir, ich geniesse die letzten Tage in diesem wunderschönen Land, welches ich kenne und lieben lernen durfte, anderseits freue ich mich so riesig auf meine Familie und meine Liebsten zu Hause, dass ich am liebsten jetzt schon zum Flughafen fahren würde. Doch ich bin ich hier und dies werde ich auch noch ausleben, aber ich freue mich auf euch!! Die Zeit hier raste nur so dahin, ich denke oft zurück an die Tage vor Ghana, an den Flug hierher und an die ersten Tage in Nima, es scheint alles erst eben gewesen zu sein, doch der Kalender sagt, es seien sechs Wochen vorbei- verrückt. Ich bin unendlichst dankbar diese sechs Wochen stets gesund, fit und munter gewesen zu sein und möchte mich bei allen bedanken, die mir ihren Schutzengel mitgeschickt haben, sie haben einen ausserodentlich guten Dienst erwiesen- vielen vielen Dank!

Sonntag, 17. August 2014

Ghana zum vierten.

Akwaaba zum vierten

Meine Lieben schon ist wieder eine gute Woche um seit dem letzten Eintrag. Und wieder haben wir einiges erlebt. Ein eher schauderliches Erlebnis ereignete sich kurz nach dem letzten Eintrag. Ahnungslos ging ich in unser Bad in Koforidua um mich zu duschen, als ich plötzlich eine Kakerlake über den Boden huschen sah, naja dachte ich mir, schön ist sie nicht gerade, aber solange sie von mir fern bleibt, ist das oke. Als ich sie dann einige Momente später in meiner Hose wiederfand, war es vorbei mit meiner friedlichen Haltung gegnüber diesen Viechern, die Hosenkakerlake wurde Opfer einer Flipflop-Todes. Natürlich traute ich mich danach nicht gleich zu duschen. Meine liebste Mitreisende und ich verkrochen uns unter unserem Moskitonetz und versuchten uns zu beruhigen. Doch kurz darauf krabbelte eine nicht ganz feine und kleine Spinne die Wand entlang nach oben und es tut mir Leid mitteilen zu müssen, dass auch sie Opfer desselben Todes wurde. Irgendwann trauten wir uns dann zu zweit wieder ins Bad, die eine nochlebende Kakerlake hockte unter der Toilette, relativ weit von der Dusche entfernt. Wir duschten schlussendlich so, dass eine Kakerlakenwache hielt wärend die andere sich hastig duschte. Danach lagen wir lachend, aber doch auch etwas erschrocken in unserem Bett. Tagdarauf rechneten wir bereits mit krabbelnden Tieren im Zimmer und im Bad, doch keine Spur, am Sonntag sahen wir dann auch dieErklärung dafür, als ein Geko durch unser Bad huschte. :-) 
Das Wetter in Koforidua war am Samstag sehr freundlich also gingen wir die Wasserfälle in der Nähe anschauen, da diese aber rund eine Stunde Autofahrt von der Stadt entfernt sind und es kein trotro dahin gibt, gingen wir per Taxi. Den Fahrer bezahlten wir für den ganzen Tag und er begleitete uns zu all unseren Zielen, was uns afangs etwas iritierte, schlussendlich aber sehr angenehm war. Zu den Boti Wasserfällen und zum umbrella stone wanderten wir in einer Gruppe halbwüchsiger Ghanaer, die so ihre Freude an zwei obronis hatten, von da an waren wir echt froh begleitet uns Collins (der Taxifahrer). Die Wanderung führte durch eine wunderschöne Gegend und war meistens im Wald gelegen. Die Aussicht, die sich bot erinnerte uns einwenig ans Tessin, vielleicht könnt ihr euch so etwas ein Bild machen, es warwirklich traumhaft und es tat sehr gut wieder einmal in der Natur zu sein.
Am Sonntag ging die Reise dann per Bus weiter nach Kumasi, dies klappte bis auf die Wartezeit sehr unkompliziert. In Kumasi nächtigten wir in einem sehr sympatischen Hostel ohne Kakerlaken im Bad und einem riesigen Bett. Doch schon am Montagmorgen machten wir uns auf nach Tamale. Als erstes standen wir an der falschen Bushaltestelle, doch freundlichund hilfsbereit, wie Ghanaer sind, halfen sie uns ein Taxi zu einheimischen Preisen zur richtigen Haltestelle zu finden. Wir kauften unsere Tickets und warteten weitere 4 Stunden bis der Bus ausverkauft war und losfuhr. Die Fahrt war sehr lange und im Bus war es sehr laut, aber die Landschaft vor dem Fenster war unbezahlbar. In Tamale angekommen machten wir kurz vor dem Schlafen noch unser tägliches Ebola-update, danach kam bei uns beiden leichte Panik auf, ist Ebola in Ghana? Die news im Internet waren etwas zwispältig und da wir beide etwas übereagierten, klingelten wir unsere Lieben zu Hause aus dem Bett und sie recherchierten für uns mit. Schlussendlich verschoben wir die Entscheidung, ob nach Hause reisen oder bleiben auf den nächsten Tag. Am nächsten Morgen war ich immer noch leicht panisch und durchforstete das Internet so gründlich als müsste ich ein Referat schreiben. Resultat, kein Ebola in Ghana- thank god! Also packten wir unsere Rucksäcke aus und machten uns auf den Weg etwas in den Magen zu kriegen. Der Tag verlief sehr ruhig und ohne weitere Panikmacherei.
Den zweiten Tag in Tamal gestalteten wir dann produktiver, wir gingen auf den Markt und tauschten einmal mehr ghanaische Cedis gegen viele schöne Dinge, es war traumhaft!
Am Donnerstag nahmen wir um 14.00 Uhr (welcher schlussendlich um 17.00 Uhr fuhr) in den mole nationalparc, nun musste als erstes ein Bier her. Auf dem Weg zurück zu unserem Zimmer kamen wir an einer grossen Herde Antilopen vorbei. Nach diesem doch neuen Bild,mfühlten wir uns wieder wie zu Hause, als wir uns einmal mehr mit Eimern duschten. Am Morgen staden wir zeitig auf, verliessen unser Zimmer und wurden als erstes von einem Affen begrüsst. Gut gelaunt machten wir wir uns auf unsere erste Safari. Zu Fuss folgten wir dem guide in die Ebene, alleine schon die Natur war mehr als bewundernswert. Die ersten Tiere, die wir sahen waren Antilopen und Wildschweine. Später sahen wir auch noch einen Wasserbock.  Irgendwann hörten wir ein Knacken und Krachen aus den Bäumen und wir erhaschten einen ersten Blick auf die Elefanten, doch sie wollten sich noch nicht so recht zeigen. Wir folten ihren Spuren bis zum Wasser, immer wiedr zeigten sie uns ihre Rüssel. Beim Wasser warteten wir eine Weile und dann kamen zwei Elefantenbullen aus dem Wald gelaufen um sich im See zu baden. Ein einmaliger Blick. Vollkommen happy aber hungrig machten wir uns auf den Rückweg zum hostel, wo wir erst frühstückten und uns dann im Pool erfrischten. Dabei spragen die Paviane um uns herum, das war anfangs ganz witzig, aber als der eine plötzlich nach meine Tasche griff, in welcher mein Pass und mein Geld war, war es zumindets für mich vorbei mit der entspannten Stimmung. Zum Glück habe ich den Kampf um meine Tasche gewonnen. ;-) tja und sonst hats beim hostel noch Erdmännchen, Wildschweine und eine Vielfalt an Gekos und Eidechsen in den schillerndsten Farben. Am Nachmittag machten wir eine weitere Safari, diese Mal jedoch mit dem Jeep, diese war allerdings um einiges unspektakulärer, als jene am Morgen. Am Samstag fuhren wir mit einem tuktuk (eine Art Motorrad mit Ladefläche zum Mole-River, auf welchem wir mit dem Kanu eine Stunde durch den Wald schaukelten, eine traumhafte Safari für die Ohren, wirklich toll! Und unser guide meinte, hier gäbe es schon Krokodile, doch die würden tagsüber schlafen, wie beruhigend. Zu sehen gab es diverse Vögel, Krokodilkratzer am Ufer und Elefantenabdrücke im Schlamm. Nach der Kanusafari fuhren wir mit dem trotro nach Larabanga, wo eine der ältesten Moscheen ganz Ghanas steht, das Dorf ist noch sehr traditionell mit Lehmhütten und Ziegen, die überall hindurch spazieren. Ich finde ebenfalls sehr beeindruckend, dass es hier als normal gilt über die Religion hinweg zu heiraten, dies sei kein Problem wurde uns erklärt. Es scheint hier auch, dass das Christentum und der Islam relativ ähnlich interpretiert werden, was ich sehr schön fand, da es Grenzen zwischen Menschen überwindet, weil sie sagen, dass die Liebe vor der Religion steht.
Sonntags um 3.00 Uhr in der Früh wurden wir geweckt um den Bus nach Tamale zu erwischen, das fand ich schon grad ein bisschen gar früh, weshalb wir für den heutigen Tag nichts geplant haben. In Tamale suchten wir als erstes ein Restaurant zum frühstücken und bliben relativ lange sitzen bis wir schlussendlich das Taxi ins hostel nahmen und nach 1.5 Stunden warten das Zimmer beziehn konnten. Hier sind wir nun müde aber glücklich und freuen uns auf eine leckeres Abendessen mit eine Pärchen, welches wir im nationalparc kennengelernt haben.
Zum Abschluss noch einige ghanaische Anekdoten zu den Verkehrmitteln:
- alle Verkehrsmittel transportieren alles, von kleinen feinen Gepäcksstücken über Mikrowellen bis hin zu Kühlschränken.
- trotros und Busse haben keinen wirklichen Fahrplan, sie verlassen die Startstation erst, wenn sie voll sind, solange wartet man.
- anschnallen wird überbewertet, schliesslich sind die Strassen in Ghana allesamt in perfekte, Zustand und bei kaum einem Auto leuchten Warnlampen auf.
- das wichtigste Instrument eines Fahrzeuges ist die Hupe, die wird beinahe häufiger verwendet als die Kupplung oder die Bremse. Wir fuhren schon in einem Taxi, welches die Hupe jedesmal kurzschliessen musste.
- umgerechnet fährt man in Ghana mit egal welchem Verkehrsmittel sehr sehr günstig.
- aus einem Bus, trotro oder Taxis kann man sich unterwegs die diversten Dinge kaufen. Praktisch sind kleine Snacks, wie plantain-chips (Kochbananenchip, seeehr lecker!!) oder Bananen und Orangen, aber auch Ballfrieds (bei denen ich immer boyfriends verstehe, weshalb ich die boyfriends nenne, dies ist frittierter Teig, ähnlich einem Berliner nur ohne Konfitüre, dafür leckerer ;-)) und Tütenwasser (ja hier gibts Trinkwasser in Tüten, macht zwar viel Abfall, aber da es in Ghana sowieso kein Abfallkonzept gibt und alles irgendwo auf der Strasse entsorgt wird, kommt es nicht draufan, ob die Menschen nun Flaschen oder Tüten wegschmeissen..leider)  kann man sich unterwegs bei einem Halt an der Zollstelle oder dem Polizeiposten kaufen. Man kann sich aber auch Taschenlampen, Gürtel oder Landeskarten kaufen.
- trotros und Busse haben fixe Preise, handlen wird hier nicht gerne gesehen und es zahlen (bis auf dir Gebühr für das Gepäck) alle gleich viel, für dieselbe Strecke. Bei Taxis hingegen muss man handeln, mit grossen Rucksack auf dem Rücken hat man aber leider nicht so eine überzeugende Wirkung auf die Taxifahrer ansonsten sind wir aber unterdessen gute Handlerinnen geworden.
- hmm und ich habe gelernt die Taxifahrer expliziet zu fragen, ob er weis, wo das Ziel liegt, denn in Accra sassen wir in somanchem Taxi, dass doch nicht so genau wusste, wohin es muss.
So das wars vor erst, wir haben noch eine gute Woche in diesem Land und wir werden sie noch in vollen Zügen geniessen! Ich wünsche euch weiterhin eine gute Zeit, tragt Sorgezu euch. Bis bald!!

Freitag, 8. August 2014

Ghana Part 3

Akwa(a)ba zum dritten

Ich habe nun gelernt, dass man Akwaba je nach Dialekt mit einem oder eben zwei a schreibt so viel zur Klammer.
Nach dem traumhaften Wochenende in Ada fou startete unsere erste Arbeitswoche und was soll ich sagen, unsere Vorstellungen weichen etwas von der Realität ab. Wir arbeiteten in einem sehr kleinen Krankenhaus, im ganzen hat es 9 Betten, eine Geburt haben wir  keine gesehen, unsere Hauptbeschäftigung war Blutdruck und Temperatur messen, ab und an eine Spritze zu geben. Donnerstags war jeweils Schwangerschaftstag, da fanden alle Schwangerschaftskontrollen statt und war daher auch unser lieblings Tag. Es war toll zu sehen, was die Hebammen mit den wenigen Gegeständen alles sehen und beurteilen können, daraus konnten wir sicher viel profitieren. Und der Kontakt zu den Schwangeren ist auch in Ghana sehr toll. Doch ansonsten ist die Arbeit sicher nicht die anspruchsvollste.
Ansonsten besuchten wir in den letzten 1.5 Wochen diverse Märkte und liessen uns Kleider aus wunderschönen afrikanischen Stoffen schneidern. Am vegangenen Wochenende gingen wir mit 13 Volunteers nach cape coast, dies war ein sehr eindrückliches Erlebnis. Am Samstagmorgen besuchten wir den kakun national parc in welchem man hoch in den Baumwipfeln auf Hängebrücken geht (nichts für Leute mit Höhenangst, aber ein tolles Erlebnis) Tiere haben wir bis auf einige Insekten leider keine gesehen, doch die Flora entschädigte dies! Anschliessend machten wir uns zu viert auf den Weg nach Elmina, ein Fischerdorf einige Kilometer von cape coast entfernt, dies war mein persönliches highlight des Wochenendes, ich hätte Stunden einfach nur dastehen und zusehen können. Es war Afrika pur, all die Leute, Farben, Gerüche, Töne, Schiffe, ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich in diesem Moment in dieses Land verliebt habe. (auch hier folgen natürlich noch Bilder). Am Sonntag besuchten wir das castel in cape coast, in diesem castel wurden die Sklaven gehalten, die von ganz Westafrika hierher gebracht wurden, bzw nach cape coast zu Fuss gehen mussten. Es war sehr eindrücklich und traurig zu sehen unter welchen Umständen diese Menschen gelitten hatten, bevor sie in ein fremdes Land verschifft wurden.
Zurück in Accra startete die zweite und somit auch letzte Arbeistwoche, in dieser geschah nicht sehr viel Neues, weshalb ich dies auch kurzerhand überspringen werde.
Ein amüsantes Ereignis war das Kochen für die Gastfamilie, wir beschlossen Rösti mit Spiegelei zu machen. Da bei uns zu Hause ürber dem Feuer gekocht wird, haben wir unsere erste Rösti auf Kohle zubereitet, einen Schönheitspreis hätte sie nicht gewonnen, aber es war schön etwas Schweiz zu haben. Unsere Gastfamilie war einfach die beste, die man sich wünschen kann, zum Abschied bekamen wir noch je 2 yard eines ghanaischen Stoffes, ich glaube darauf gibt es eine Decke :-) Doch so lieb die Gastfamilie ist, ich freue mich doch darauf nun wieder einigermassen ein Bad zu haben, fliessend Wasser ist da nicht einmal notwendig aber Licht ist schon ganz toll im Badezimmer. Doch das Wissen, dass man ohne fliessendes Wasser und mit nur sehr wenig Strom auskommen kann, ist schon toll.
Ja und nun sind wir also bereits unterwegs im Land, heute haben wir die erste Etappe geschafft und sind nach knapp 2 Stunden trotro-Fahrt in Koforidua angekommen. Koforidua ist die Hauptstadt der Eastern-Region, hier möchten wir morgen gerne etwas wandern gehen, wenns dann hoffentlich nicht regnet und uns die Wasserfälle der Gegend anschauen.
Am Sonntag gehts weiter nach Kumasi für eine Nacht und am Montag machen wir uns auf den Weg in den Norden nach Tamale. Am Donnerstag reisen wir weiter in den Mole nationalparc, sonntags gehts dann wieder für eine Übernachtung zurück nach Tamale, damit wir montags nach Kumasi in der Ashanti-Region fahren können, hier bleiben wir fünf Tage, abschliessend gönnen wir uns vier Tage Strandferien in Accra. Falls es euch beruhigt, wir haben überall bereits eine Unterkunft gebucht, das Land ist sehr sicher zu bereisen und wir haben alle Reiseziele mit anderen Volunteers und unsere Gastfamilie besprochen, wir sind also sehr sicher unterwegs :-)
Und nun wünsche ich euch eine gute Zeit, tragt Sorge, die Ghanaer würden sagen "god bless you!"

Dienstag, 29. Juli 2014

Ghana zum Zweiten

Akwaba zum zweiten diese Mal sogar richtig geschrieben =) Die Zeit hier scheint im Fluge zu vergehen, bald schon sind zwei Wochen um. Vieles ist geschrhen seit dem letzten Eintrag. Die erste nennenswerte Aktion ist das Waschen unserer Kleider- echtes Teamwork. Als erstes haben wir die grossen Waschschüsseln mit wasser gefüllt und natürlich haben wir das Wasser, wie für Afrika typisch, auf unseren Köpfen transportiert, obwohl es bei uns wohl nicht ganz so elegant aussah, wie bei einem obinini (Schwarzer). -> Foto folgt
Nach dem Waschen legt man die Kleider zum trockenen auf den Boden, auf Büsche oder was sonst gerade vorhanden ist. Bei der Luftfeuchtigkeit hier in Accra dauert es aber relativ lange bis die Wäsche trocken war, weshalb wir über Nacht eine Wäscheleine quer durchs Zimmer spannten, diese blieb aufgrund der immer noch feuchten Kleidung auch am nächsten Tag noch hängen, das Bild des Zimmer ist unbezahlbar ;-)
Eine weitere Tat war das Kochen, ich habe zwar auch jetzt noch keine Ahnung, wie man das Essen zubereitet, aber es hat super geschmeckt! 
Am Donnerstagabend sind wir dann noch in unsere Gastfamilir umgezogen. Diese wohnen ebenfalls in Accra in einem eher neueren Teil von Accra, weshalb die Strassen hier noch nicht geteert sind. Das macht eine Taxifahrt mit 5 Mädel und dem Taxifahrer schon beinahe zu einem kleinen Abenteuer. Die Gastfamilir ist toll, sehr nett und offen, wir sind hier wirklich Teil der Familie und nicht einfach nur Gäste. Das Haus ist noch im Bau, hat kein fliessendes Wasser und dir Deckenlampen sind noch nicht eingerichtet. In unserem Bad hat es weder Fenster noch Lidht, aber eine Wasserflasche und Taschenlampe geben ganz schön Licht. Und das fehlende Wasser sehe ich nicht als Hindernis sondern als Herausforderung. Aber im Allgemeinen bekommt die Körperhygiene hier einen ganz anderen Stellenwert als in Europa und dies tut irgendwie gut zu sehen und ich freue mich riesig, wenn ich zu Hause wieder mal ganz saubere Füsse habe. :-) Aber bereits hier freue ich mich jeweils über eine Dusche, bei der das Wasser von oben aus einem Duschkopf kommt, am Wochenende hatten wir eine outdoor-Dusche mit Fliegen, Mücken und Faltern geteilt und ich habe noch selten eine Dusche so genossen. Diese Duschen standen in einem wunderschönen Hostel im Volta-Delta. Ich glaubte im Paradies gelandet zu sein, der Flusslauf ist gesäumt von Kokospalmen und besiedelt von Fischern mit ihren bunten Booten, ein einmaliges Bild. -> Foto folgt. Wir haben die zwei Tage sehr genossen! Und ich habe die Volunteers hier fest ins Herz geschlossen, dass ich gar nicht daran denken möchte, dass wir uns in zwei Wochen bereits wieder verabschieden müssen. So viele tolle Leute mit denen über alle möglichen Dingen ganz toll reden kann. Und meine Begleiterin ist nach wie vor sehr sehr toll!
Meine Lieben, ich wünsche euch eine gute Zeit, machts gut und hebed eu Sorg!!

Montag, 21. Juli 2014

Ghana zum ersten =)


Akwaaba

Nun sind wir also hier. Die Reise klappte bis auf Kleinigkeiten ganz gut und wir wurden am Flughafen herzlich begrüsst. Mit dem Auto ging es dann durch das nächtliche Accra zu unserem ersten guestshouse. Hier werden wir die nächsten 7 Tage hausen, einige Informstionen zum Land bekommen, bis wir dann nächsten Mittwoch in die eigentliche Gastfamilie kommen, wo das aber genau sein soll, wissen wir noch nicht so genau, denn unsere Gastmutter hat anscheinend Besuch und kann uns deswegen nicht bei sich aufnehmen.
Vergangenes Wochenende haben wir zwei Hochzeiten miterlebt, dies war sehr interessant und doch etwas verschieden zu uns. Der Gottesdienst beispielsweise dauert hier an die 4 Stunden, danach ist das Procedere eigentlich ähnlich, nur, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass man sooo viele Leute kennen kann. =) 
Tja und sonst. Wir hatten unsere city-tour gemeinsam mit unserem houstbrother, welcher uns einige Sehendwürdigkeiten und Museen zeigte.nwas uns Mädels natürlich am meisten interessierte waren aber die Märkte und wir wurden nicht enttäuscht. Diese Farbenvielfalt von den Stoffen, Kleidern, Schuhen und Armbändern ist der Wahnsinn. So kauften wir uns dann auch unser erstes Kleid, welches wir für die Hochzeiten brauchten. (Foto folgt zu Hause) auch ein Armband und ein Armreif gehörte da natürlich dazu. Anfangs war es etwas befremdlich von allen Seiten angefasst zu werden und dass einem alle obroni (Weisse) nachrufen, doch daran gewöhnt man sich recht schnell. Auf unserer city-tour lernten wir auch trotro fahren, das ist eine Art Bus welcher an diversen Orten hält und die Leute aufnimmt, es gibt auch hier verschiedene Linien, wer die Zeichen lesen kann, weiss sogar wohin welches trotro fährt, wer dies nicht kann, muss sich durchfragen. Die Fahrt ist unglaublich günstig und tagsüber kein Problem, nachts haben wir bis jetzt Taxis benutzt. 
Die Zeit hier in Afrika wird mich auf jeden Fall verändern, ich  finde es extrem beeindruckend, wie fröhlich und voller Lebensfreude die Leute hier sind, obwohl sie materiell gesehn um einiges weniger besitzen, als wir in Europa. Aber auf fast jedem Gesicht sieht man ein Lachen und es wird einem auch gerne geholfen, im Allgemeinen habe ich das Gefühl, dass hier sehr viel gelacht wird. Auch sonst, es tut mir so gut in dieser entschleunigten Welt zu leben, hier scheint die Zeit eine deutlich kleinere Rolle zu spielen, hauptsache, man ist dabei, um welche Zeit ist eigentlich egal. Für uns Europäer ist das Anfangs vielleicht etwas gewöhnungbedürftig, aber es tut so gut, mal die Uhr nicht andauernd ansehen zu müssen, man geht einfach, dann wenn man geht und es ist einfach ok so.
Ich bin gespannt, was ich dann bei der Arbeit erleben werde, wir sind in einem sehr kleinen Spital untergebracht, welches aus 20 Betten besteht. Ich bin auch gespannt, was wir auf unserer Reise durchs Land noch alles erleben werden. Einige Dinge werden wir schon in den ersten vier Wochen mit einigen Volunteers machen, nächstes Wochenende fahren wir beispielsweise nach cape coast an den Strand und in den Nationalparc, das Wochenende danach wahrscheinlich ins Mündungsgebiet des Voltaflusses. In den zwei Wochen reisen möchten wir gerne den Norden des Landes bereisen, da hat es einige Nationalparcs und Städte wie Kumasi, Tamale und Mole, die uns reizen. Ganz zum Schluss möchten wir gerne noch ein paar Tage und Accra an den Strand um die Reise noch revue passieren zu lassen und uns zu rüsten auf das Heimkommen und auf die westliche Welt, was sicherlich schön, aber nicht ganz einfach wird mit all diesen Eindrücken im Gepäck.
Nun aber zurück ins hier und jetzt, ich hoffe, euch allen geht es gut, ich melde mich bei nächster Gelegnheit gerne wieder =)

Dienstag, 8. Juli 2014

Pre- Ghana

Nun ist es also so weit, in acht Tagen fliegen wir los nach Ghana. Geplant sind vier Wochen in einem Spital in der Nähe von Accra im Gebärsaal zu arbeiten und die restlichen zwei Wochen sollen dazu dasein, das Land zu bereisen. Für mich wird damit ein Traum wahr, schon lange möchte ich dieses Land besuchen und bin froh diese Erfahrung nun zu zweit machen zu dürfen!

Ich bin gespannt auf die Arbeit, die uns erwartet, ich freue mich auf die afrikanischen Kinder, die das Licht der Welt erblicken werden. Ich freue mich darauf neue Menschen kennenzulernen, von ihnen zu lernen, ihre Kultur zu entdecken. Ich freue mich eine einfachere, aber, so glaube ich, herzlichere Lebensweise kennenzulernen, ich erhoffe mir dadurch, dass mir die Augen geöffnet werden. Darüber, was wir hier alles haben, ich möchte auch lernen, das zu schätzen, was wir haben, ich möchte wieder lernen mein Herkunftsland zu mögen, trotz des Reichtums, trotz allem, was mich im Moment so stört. Vor allem aber möchte ich meine Augen offenhalten für als das Schöne in dem Land, für die Natur, die Tiere und die Menschen. Doch die Augen als einziger Sinn reichen nicht aus ein neues Land fassen zu können, deshalb werde ich auch meine Ohren öffnen, um fremde Töne zu hören, die Nase verfeinern um neue Gerüche wahrnehmen und die Hände öffnen, um neue Dinge zu spüren.

Ich bin verliebt in ein Land, das ich nicht kenne, ich bin gespannt, was kommen wird, ich bin, das muss ich zugeben, auch etwas nervös, doch ich bin der festen Überzeugung genau das Richtige zu tun. Und meine Lieben ich werde mir Sorge tragen und auf mich Acht geben und wenn mir dies einmal nicht gelingt habe ich eine super Begleitung dabei, die sicherlich gut auf mich aufpasst. (Und ich im Gegenzug auch auf sie!) Um dies zu beweisen und auch um euch etwas an unserem Abendteuer teilhaben zu lassen, möchte ich euch über diesen Blog, so weit dies möglich ist, auf dem Laufenden halten (ich hoffe der Blog erwacht so wieder ein wenig aus seinem Dornröschenschlaf ;-))

Freitag, 18. Oktober 2013

Gerechtigkeit ist eine Illusion

Der Wert der Gerechtigkeit sieht man in so vielen Bereichen des Lebens, es scheint gar, dass es einer dieser Werte ist, nach denen es sich auszurichten gilt, nach denen ein ’guter‘ Mensch lebt. Die Gerechtigkeit. Ich frag mich nur so oft, wo die Gerechtigkeit am Schluss bleibt? Es ist doch nicht gerecht, wenn die einen Menschen eine zweite Chance bekommen, andere aber nicht. Sie haben nichts anders gemacht, nicht besser, nichts schlechter, sie haben nur versucht ihr Leben zu meistern. Doch es hat ihnen nichts gebracht, oder eben nicht allen. Ich finde es nicht gerecht, dass gewisse Menschen, einfach nicht die Chance erhalten zu zeigen, dass sie es schaffen könnten, weil das Schicksal, Gott oder was auch immer das Gefühl hat, es sei nun genug. Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, wie viele zweite  Chancen ich schon erhalten habe, ich bekomme ein schlechtes Gewissen, denn ich weiss, wir haben eine weitere Chance erhalten, die andere nie mehr wieder bekommen. Ich habe Mühe damit umzugehen, dass wir zu den ‚Gewinnern‘ gehören, während andere um mich herum dieses Glück nicht erhalten. Es macht mich traurig zu sehen, wie wenig wir aus diesem Gewinn machen und wie selbstverständlich wird das ganze sehen. Das ist es verdammt nochmal nicht. (mit wir ist übrigens für einmal nicht die gesamte Gesellschaft gemeint, sondern der kleine Haufen, in dem ich hause.) Ich weiss nicht wie viele Chancen ich im Leben noch bekommen werde, aber es ist mir nun einmal mehr bewusst, dass es wirklich nicht selbstverständlich ist. Wäre es nicht gerecht jedem Menschen eine zweite Chance geben, oder die Chance wenigstens mit Sinn unterlassen? Wir Menschen wollen doch einfach verstehen wieso. Ich hasse diese Frage, ich hasse, dass ich keine Antwort darauf finde. Ich hasse es, dass die Welt so ungerecht ist, obschon wir vieles versuchen, um sie gerecht zu machen.

Sonntag, 19. Mai 2013

this is how it really is.

Das Schicksal oder was auch immer das Unvorhergesehene macht, hat momentan wohl grausam schlechte Laune. Schreckliche Laune.