Ehrlichkeit hat in der heutigen Welt keinen Platz mehr.- Aber in meiner.

Sonntag, 24. August 2014

Ghana zum fünften

Akwaaba zum fünften

Ein wahrscheinlich letztes Hallo aus Ghana. Aus dem Land, welches uns nun sechs Wochen zu Hause war.
Seit dem letzten Eintrag ist wieder einiges geschehen. In Tamale trafen wir zum Abendessen zu unserer Freude beide Pärchen, welche wir im Mole nationalparc kennenlernten. Der Abend wurde aber eher kurz gehalten, da wir alle müde waren vom frühen Aufstehen. Am nächsten Morgen verpackten wir unser Moskitonetz bereits wieder, die Busfahrt nach Kumasi stand an. Zum Glück wusste ich zu beginne des Tages noch nicht, wie lamge er werden wird. Kurz vor 09.00 Uhr waren wir an der Bushaltestelle in Tamale und wollten ein Ticket besorgen, doch das gabs im Moment nicht für Kumasi. Irgendwann erfuhren, dass wir warten müssen, bis der nächste Bus nach Kumasi gehfahren ist, bevor wir für den übernächsten Bus Tickets kaufen konnten. Irgendwann um 13.00 Uhr ergatterten wir uns endlich die ersehnten Tickets und gegen 14.15 Uhr fuhr dann auch unser Bus nach Kumasi. Gegen 22.00 Uhr kamen wir in unserem hostel an, welches wir ja bereits kannten, obwohl auch unsere zweite Reservation untergegangen war, bekamen wir sofort ein Zimmer und zu unserer grössten Freude auch noch etwas zu Essen. Der nächste Morgen startete einmal mehr mit Wäsche waschen, danach machten wir uns auf den cebtral market, den soweit ich weiss grössten Markt Ghanas. Wie zu erwarten tauschten wir auch hier einige Geldscheine in schöne Stoffe und sonstige Dinge um. Auf dem Markt hatten wir ein erfreuliches, wie auch zu gleich etwas beängstigendes Erlebnis, wer genaueres wissen möchte melde isch doch bei mir. :-) An unserem zweiten Kumasi-Tag stand das cultural center auf dem Plan, wir hatten eigentlich die feste Absicht zu Fuss dahin zu gehen, leider verliefen wir uns aber heillos, so dass wir irgendwann ein Taxi nahmen uns diesem eine halbe Stunde durch die Stadt fuhren..Tja tagsdarauf bemerkten wir, dass wir wohl zimlich im Kreis gegangen sein mussten. How ever wir kamen irgendwann im cultural center an und wir verbrachten einen tollen Tag in Mitten afrikanischer Schnitzereien, Musikinstrumente, Kleider und Bilder, natürlich wurde auch hier wieder gehandelt und eingekauft :-) Abends trafen wir uns ein weiteres Mal mit dem deutschen Pärchen aus dem Mole zum Essen, sie waren auf der Durchreise nach Ho in der Volta region und übernachteten zwei Mal in Kumasi, will heissen wir gingen tagsdarauf natürlich zu viert auf den central market, dieses Mal ohne spezielle Ereignisse abgesehen von viiiel Regen, aber dass muss ich den daheimgebliebenen nicht erklären. Es war alles nass und schlammig, ich war wirklich froh über meine Trekkingschuhe. Nach dem Markt besuchten wir zu zweit nioch den Ashanti-Palace, hier wohnt der König aus Ashanti. Das Königreich wird von dem King und der Queen regiert und reicht über die ganze Ashanti-Region (vergleichbar mit einem Kanton oder einem Bundesland). In jedem district gibt es einen von König eingesetzten chief, welcher über seinen district verfügt. Das Interessante in der Geschichte der Ashanti war in der Zeit der englischen Besetzung, da wurde der König und die Königin ins Exil in die Seychellen verfrachtet, jedoch nach einigen Jahren wieder zurück geholt, da die Engländer die Bevölkerung von Ashanti nicht 'bändigen' konnten. Da die Engländer aber das ehemalige Herrschershaus abbrannten, erbauten sie ein neues, dieses wurde über Jahre hinweg von drei verschiedenen Herrscshern genutzt, heute dient es Museum, der neue Palace steht aber gleich neben an. Was ich aber besonders beeindruckend finde, ist, dass der King bis heute eine extreme Macht in ganz Ghana hat, ein Wort von ihm und das Parlament hat nichts mehr zu sagen, er kann deren Entscheide einfach zu nichte machen. Doch es funktioniert und wie ich die Ghanaer kennengelernt habe brauchen sie eine solch traditionelle Führung. Nach diesem kulturellen Höhenflug machten wir uns auf den Rückweg zu unserem hostel, bedeutet, einmal quer durch die Stadt. Wir gingen bei strahlendem Sonnenschein los, wohl das erste mal N diesem Tag, doch schon bald goss es wieder wie aus Eimern, wir stelltenuns unter bis das schlimmste vorbei war, danach wagten wir uns wieder auf die Strasse, was dienGhanaer wohl gar nicht verstanden, wir wurden jedenfalls herzlichst unter jeden Schirm oder Unterstand eingeladen, was wir danken ablehnten. Völlig durchnässt, aber stolz den Heimweg von Beginn weg gefunden zu haben, erreichten wir das hostel, wie sehr hätte ich mir da eine warme Dusche gewünscht. Den Abend verbrachten wir natürlich wie es Tradition wurde mit unseren deutschen Freunden, doch dies war nun wirklich das letzte gemeinsame Abendessen. Aber ein wunderbares Frühstück mit dem ersten akzeptablen ghanaischen Brot, Marmelade, Peanutbutter, Bananen und Orangen teilten wir uns an unserem letzten Morgen in Kumasi zu viert. Danach packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg nach Accra, welches wir völlig unkompliziert erreichten. Mit einem völlig überteuerten Taxi fuhren wir zu unserem Relaxhotel, dessen Luxus bis heute leicht überfordert, aber auch freut. Viele gemischte Gefühle sind momentan in mir, ich geniesse die letzten Tage in diesem wunderschönen Land, welches ich kenne und lieben lernen durfte, anderseits freue ich mich so riesig auf meine Familie und meine Liebsten zu Hause, dass ich am liebsten jetzt schon zum Flughafen fahren würde. Doch ich bin ich hier und dies werde ich auch noch ausleben, aber ich freue mich auf euch!! Die Zeit hier raste nur so dahin, ich denke oft zurück an die Tage vor Ghana, an den Flug hierher und an die ersten Tage in Nima, es scheint alles erst eben gewesen zu sein, doch der Kalender sagt, es seien sechs Wochen vorbei- verrückt. Ich bin unendlichst dankbar diese sechs Wochen stets gesund, fit und munter gewesen zu sein und möchte mich bei allen bedanken, die mir ihren Schutzengel mitgeschickt haben, sie haben einen ausserodentlich guten Dienst erwiesen- vielen vielen Dank!

Sonntag, 17. August 2014

Ghana zum vierten.

Akwaaba zum vierten

Meine Lieben schon ist wieder eine gute Woche um seit dem letzten Eintrag. Und wieder haben wir einiges erlebt. Ein eher schauderliches Erlebnis ereignete sich kurz nach dem letzten Eintrag. Ahnungslos ging ich in unser Bad in Koforidua um mich zu duschen, als ich plötzlich eine Kakerlake über den Boden huschen sah, naja dachte ich mir, schön ist sie nicht gerade, aber solange sie von mir fern bleibt, ist das oke. Als ich sie dann einige Momente später in meiner Hose wiederfand, war es vorbei mit meiner friedlichen Haltung gegnüber diesen Viechern, die Hosenkakerlake wurde Opfer einer Flipflop-Todes. Natürlich traute ich mich danach nicht gleich zu duschen. Meine liebste Mitreisende und ich verkrochen uns unter unserem Moskitonetz und versuchten uns zu beruhigen. Doch kurz darauf krabbelte eine nicht ganz feine und kleine Spinne die Wand entlang nach oben und es tut mir Leid mitteilen zu müssen, dass auch sie Opfer desselben Todes wurde. Irgendwann trauten wir uns dann zu zweit wieder ins Bad, die eine nochlebende Kakerlake hockte unter der Toilette, relativ weit von der Dusche entfernt. Wir duschten schlussendlich so, dass eine Kakerlakenwache hielt wärend die andere sich hastig duschte. Danach lagen wir lachend, aber doch auch etwas erschrocken in unserem Bett. Tagdarauf rechneten wir bereits mit krabbelnden Tieren im Zimmer und im Bad, doch keine Spur, am Sonntag sahen wir dann auch dieErklärung dafür, als ein Geko durch unser Bad huschte. :-) 
Das Wetter in Koforidua war am Samstag sehr freundlich also gingen wir die Wasserfälle in der Nähe anschauen, da diese aber rund eine Stunde Autofahrt von der Stadt entfernt sind und es kein trotro dahin gibt, gingen wir per Taxi. Den Fahrer bezahlten wir für den ganzen Tag und er begleitete uns zu all unseren Zielen, was uns afangs etwas iritierte, schlussendlich aber sehr angenehm war. Zu den Boti Wasserfällen und zum umbrella stone wanderten wir in einer Gruppe halbwüchsiger Ghanaer, die so ihre Freude an zwei obronis hatten, von da an waren wir echt froh begleitet uns Collins (der Taxifahrer). Die Wanderung führte durch eine wunderschöne Gegend und war meistens im Wald gelegen. Die Aussicht, die sich bot erinnerte uns einwenig ans Tessin, vielleicht könnt ihr euch so etwas ein Bild machen, es warwirklich traumhaft und es tat sehr gut wieder einmal in der Natur zu sein.
Am Sonntag ging die Reise dann per Bus weiter nach Kumasi, dies klappte bis auf die Wartezeit sehr unkompliziert. In Kumasi nächtigten wir in einem sehr sympatischen Hostel ohne Kakerlaken im Bad und einem riesigen Bett. Doch schon am Montagmorgen machten wir uns auf nach Tamale. Als erstes standen wir an der falschen Bushaltestelle, doch freundlichund hilfsbereit, wie Ghanaer sind, halfen sie uns ein Taxi zu einheimischen Preisen zur richtigen Haltestelle zu finden. Wir kauften unsere Tickets und warteten weitere 4 Stunden bis der Bus ausverkauft war und losfuhr. Die Fahrt war sehr lange und im Bus war es sehr laut, aber die Landschaft vor dem Fenster war unbezahlbar. In Tamale angekommen machten wir kurz vor dem Schlafen noch unser tägliches Ebola-update, danach kam bei uns beiden leichte Panik auf, ist Ebola in Ghana? Die news im Internet waren etwas zwispältig und da wir beide etwas übereagierten, klingelten wir unsere Lieben zu Hause aus dem Bett und sie recherchierten für uns mit. Schlussendlich verschoben wir die Entscheidung, ob nach Hause reisen oder bleiben auf den nächsten Tag. Am nächsten Morgen war ich immer noch leicht panisch und durchforstete das Internet so gründlich als müsste ich ein Referat schreiben. Resultat, kein Ebola in Ghana- thank god! Also packten wir unsere Rucksäcke aus und machten uns auf den Weg etwas in den Magen zu kriegen. Der Tag verlief sehr ruhig und ohne weitere Panikmacherei.
Den zweiten Tag in Tamal gestalteten wir dann produktiver, wir gingen auf den Markt und tauschten einmal mehr ghanaische Cedis gegen viele schöne Dinge, es war traumhaft!
Am Donnerstag nahmen wir um 14.00 Uhr (welcher schlussendlich um 17.00 Uhr fuhr) in den mole nationalparc, nun musste als erstes ein Bier her. Auf dem Weg zurück zu unserem Zimmer kamen wir an einer grossen Herde Antilopen vorbei. Nach diesem doch neuen Bild,mfühlten wir uns wieder wie zu Hause, als wir uns einmal mehr mit Eimern duschten. Am Morgen staden wir zeitig auf, verliessen unser Zimmer und wurden als erstes von einem Affen begrüsst. Gut gelaunt machten wir wir uns auf unsere erste Safari. Zu Fuss folgten wir dem guide in die Ebene, alleine schon die Natur war mehr als bewundernswert. Die ersten Tiere, die wir sahen waren Antilopen und Wildschweine. Später sahen wir auch noch einen Wasserbock.  Irgendwann hörten wir ein Knacken und Krachen aus den Bäumen und wir erhaschten einen ersten Blick auf die Elefanten, doch sie wollten sich noch nicht so recht zeigen. Wir folten ihren Spuren bis zum Wasser, immer wiedr zeigten sie uns ihre Rüssel. Beim Wasser warteten wir eine Weile und dann kamen zwei Elefantenbullen aus dem Wald gelaufen um sich im See zu baden. Ein einmaliger Blick. Vollkommen happy aber hungrig machten wir uns auf den Rückweg zum hostel, wo wir erst frühstückten und uns dann im Pool erfrischten. Dabei spragen die Paviane um uns herum, das war anfangs ganz witzig, aber als der eine plötzlich nach meine Tasche griff, in welcher mein Pass und mein Geld war, war es zumindets für mich vorbei mit der entspannten Stimmung. Zum Glück habe ich den Kampf um meine Tasche gewonnen. ;-) tja und sonst hats beim hostel noch Erdmännchen, Wildschweine und eine Vielfalt an Gekos und Eidechsen in den schillerndsten Farben. Am Nachmittag machten wir eine weitere Safari, diese Mal jedoch mit dem Jeep, diese war allerdings um einiges unspektakulärer, als jene am Morgen. Am Samstag fuhren wir mit einem tuktuk (eine Art Motorrad mit Ladefläche zum Mole-River, auf welchem wir mit dem Kanu eine Stunde durch den Wald schaukelten, eine traumhafte Safari für die Ohren, wirklich toll! Und unser guide meinte, hier gäbe es schon Krokodile, doch die würden tagsüber schlafen, wie beruhigend. Zu sehen gab es diverse Vögel, Krokodilkratzer am Ufer und Elefantenabdrücke im Schlamm. Nach der Kanusafari fuhren wir mit dem trotro nach Larabanga, wo eine der ältesten Moscheen ganz Ghanas steht, das Dorf ist noch sehr traditionell mit Lehmhütten und Ziegen, die überall hindurch spazieren. Ich finde ebenfalls sehr beeindruckend, dass es hier als normal gilt über die Religion hinweg zu heiraten, dies sei kein Problem wurde uns erklärt. Es scheint hier auch, dass das Christentum und der Islam relativ ähnlich interpretiert werden, was ich sehr schön fand, da es Grenzen zwischen Menschen überwindet, weil sie sagen, dass die Liebe vor der Religion steht.
Sonntags um 3.00 Uhr in der Früh wurden wir geweckt um den Bus nach Tamale zu erwischen, das fand ich schon grad ein bisschen gar früh, weshalb wir für den heutigen Tag nichts geplant haben. In Tamale suchten wir als erstes ein Restaurant zum frühstücken und bliben relativ lange sitzen bis wir schlussendlich das Taxi ins hostel nahmen und nach 1.5 Stunden warten das Zimmer beziehn konnten. Hier sind wir nun müde aber glücklich und freuen uns auf eine leckeres Abendessen mit eine Pärchen, welches wir im nationalparc kennengelernt haben.
Zum Abschluss noch einige ghanaische Anekdoten zu den Verkehrmitteln:
- alle Verkehrsmittel transportieren alles, von kleinen feinen Gepäcksstücken über Mikrowellen bis hin zu Kühlschränken.
- trotros und Busse haben keinen wirklichen Fahrplan, sie verlassen die Startstation erst, wenn sie voll sind, solange wartet man.
- anschnallen wird überbewertet, schliesslich sind die Strassen in Ghana allesamt in perfekte, Zustand und bei kaum einem Auto leuchten Warnlampen auf.
- das wichtigste Instrument eines Fahrzeuges ist die Hupe, die wird beinahe häufiger verwendet als die Kupplung oder die Bremse. Wir fuhren schon in einem Taxi, welches die Hupe jedesmal kurzschliessen musste.
- umgerechnet fährt man in Ghana mit egal welchem Verkehrsmittel sehr sehr günstig.
- aus einem Bus, trotro oder Taxis kann man sich unterwegs die diversten Dinge kaufen. Praktisch sind kleine Snacks, wie plantain-chips (Kochbananenchip, seeehr lecker!!) oder Bananen und Orangen, aber auch Ballfrieds (bei denen ich immer boyfriends verstehe, weshalb ich die boyfriends nenne, dies ist frittierter Teig, ähnlich einem Berliner nur ohne Konfitüre, dafür leckerer ;-)) und Tütenwasser (ja hier gibts Trinkwasser in Tüten, macht zwar viel Abfall, aber da es in Ghana sowieso kein Abfallkonzept gibt und alles irgendwo auf der Strasse entsorgt wird, kommt es nicht draufan, ob die Menschen nun Flaschen oder Tüten wegschmeissen..leider)  kann man sich unterwegs bei einem Halt an der Zollstelle oder dem Polizeiposten kaufen. Man kann sich aber auch Taschenlampen, Gürtel oder Landeskarten kaufen.
- trotros und Busse haben fixe Preise, handlen wird hier nicht gerne gesehen und es zahlen (bis auf dir Gebühr für das Gepäck) alle gleich viel, für dieselbe Strecke. Bei Taxis hingegen muss man handeln, mit grossen Rucksack auf dem Rücken hat man aber leider nicht so eine überzeugende Wirkung auf die Taxifahrer ansonsten sind wir aber unterdessen gute Handlerinnen geworden.
- hmm und ich habe gelernt die Taxifahrer expliziet zu fragen, ob er weis, wo das Ziel liegt, denn in Accra sassen wir in somanchem Taxi, dass doch nicht so genau wusste, wohin es muss.
So das wars vor erst, wir haben noch eine gute Woche in diesem Land und wir werden sie noch in vollen Zügen geniessen! Ich wünsche euch weiterhin eine gute Zeit, tragt Sorgezu euch. Bis bald!!

Freitag, 8. August 2014

Ghana Part 3

Akwa(a)ba zum dritten

Ich habe nun gelernt, dass man Akwaba je nach Dialekt mit einem oder eben zwei a schreibt so viel zur Klammer.
Nach dem traumhaften Wochenende in Ada fou startete unsere erste Arbeitswoche und was soll ich sagen, unsere Vorstellungen weichen etwas von der Realität ab. Wir arbeiteten in einem sehr kleinen Krankenhaus, im ganzen hat es 9 Betten, eine Geburt haben wir  keine gesehen, unsere Hauptbeschäftigung war Blutdruck und Temperatur messen, ab und an eine Spritze zu geben. Donnerstags war jeweils Schwangerschaftstag, da fanden alle Schwangerschaftskontrollen statt und war daher auch unser lieblings Tag. Es war toll zu sehen, was die Hebammen mit den wenigen Gegeständen alles sehen und beurteilen können, daraus konnten wir sicher viel profitieren. Und der Kontakt zu den Schwangeren ist auch in Ghana sehr toll. Doch ansonsten ist die Arbeit sicher nicht die anspruchsvollste.
Ansonsten besuchten wir in den letzten 1.5 Wochen diverse Märkte und liessen uns Kleider aus wunderschönen afrikanischen Stoffen schneidern. Am vegangenen Wochenende gingen wir mit 13 Volunteers nach cape coast, dies war ein sehr eindrückliches Erlebnis. Am Samstagmorgen besuchten wir den kakun national parc in welchem man hoch in den Baumwipfeln auf Hängebrücken geht (nichts für Leute mit Höhenangst, aber ein tolles Erlebnis) Tiere haben wir bis auf einige Insekten leider keine gesehen, doch die Flora entschädigte dies! Anschliessend machten wir uns zu viert auf den Weg nach Elmina, ein Fischerdorf einige Kilometer von cape coast entfernt, dies war mein persönliches highlight des Wochenendes, ich hätte Stunden einfach nur dastehen und zusehen können. Es war Afrika pur, all die Leute, Farben, Gerüche, Töne, Schiffe, ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich in diesem Moment in dieses Land verliebt habe. (auch hier folgen natürlich noch Bilder). Am Sonntag besuchten wir das castel in cape coast, in diesem castel wurden die Sklaven gehalten, die von ganz Westafrika hierher gebracht wurden, bzw nach cape coast zu Fuss gehen mussten. Es war sehr eindrücklich und traurig zu sehen unter welchen Umständen diese Menschen gelitten hatten, bevor sie in ein fremdes Land verschifft wurden.
Zurück in Accra startete die zweite und somit auch letzte Arbeistwoche, in dieser geschah nicht sehr viel Neues, weshalb ich dies auch kurzerhand überspringen werde.
Ein amüsantes Ereignis war das Kochen für die Gastfamilie, wir beschlossen Rösti mit Spiegelei zu machen. Da bei uns zu Hause ürber dem Feuer gekocht wird, haben wir unsere erste Rösti auf Kohle zubereitet, einen Schönheitspreis hätte sie nicht gewonnen, aber es war schön etwas Schweiz zu haben. Unsere Gastfamilie war einfach die beste, die man sich wünschen kann, zum Abschied bekamen wir noch je 2 yard eines ghanaischen Stoffes, ich glaube darauf gibt es eine Decke :-) Doch so lieb die Gastfamilie ist, ich freue mich doch darauf nun wieder einigermassen ein Bad zu haben, fliessend Wasser ist da nicht einmal notwendig aber Licht ist schon ganz toll im Badezimmer. Doch das Wissen, dass man ohne fliessendes Wasser und mit nur sehr wenig Strom auskommen kann, ist schon toll.
Ja und nun sind wir also bereits unterwegs im Land, heute haben wir die erste Etappe geschafft und sind nach knapp 2 Stunden trotro-Fahrt in Koforidua angekommen. Koforidua ist die Hauptstadt der Eastern-Region, hier möchten wir morgen gerne etwas wandern gehen, wenns dann hoffentlich nicht regnet und uns die Wasserfälle der Gegend anschauen.
Am Sonntag gehts weiter nach Kumasi für eine Nacht und am Montag machen wir uns auf den Weg in den Norden nach Tamale. Am Donnerstag reisen wir weiter in den Mole nationalparc, sonntags gehts dann wieder für eine Übernachtung zurück nach Tamale, damit wir montags nach Kumasi in der Ashanti-Region fahren können, hier bleiben wir fünf Tage, abschliessend gönnen wir uns vier Tage Strandferien in Accra. Falls es euch beruhigt, wir haben überall bereits eine Unterkunft gebucht, das Land ist sehr sicher zu bereisen und wir haben alle Reiseziele mit anderen Volunteers und unsere Gastfamilie besprochen, wir sind also sehr sicher unterwegs :-)
Und nun wünsche ich euch eine gute Zeit, tragt Sorge, die Ghanaer würden sagen "god bless you!"