Ein wahrscheinlich letztes Hallo aus Ghana. Aus dem Land, welches uns nun sechs Wochen zu Hause war.
Seit dem letzten Eintrag ist wieder einiges geschehen. In Tamale trafen wir zum Abendessen zu unserer Freude beide Pärchen, welche wir im Mole nationalparc kennenlernten. Der Abend wurde aber eher kurz gehalten, da wir alle müde waren vom frühen Aufstehen. Am nächsten Morgen verpackten wir unser Moskitonetz bereits wieder, die Busfahrt nach Kumasi stand an. Zum Glück wusste ich zu beginne des Tages noch nicht, wie lamge er werden wird. Kurz vor 09.00 Uhr waren wir an der Bushaltestelle in Tamale und wollten ein Ticket besorgen, doch das gabs im Moment nicht für Kumasi. Irgendwann erfuhren, dass wir warten müssen, bis der nächste Bus nach Kumasi gehfahren ist, bevor wir für den übernächsten Bus Tickets kaufen konnten. Irgendwann um 13.00 Uhr ergatterten wir uns endlich die ersehnten Tickets und gegen 14.15 Uhr fuhr dann auch unser Bus nach Kumasi. Gegen 22.00 Uhr kamen wir in unserem hostel an, welches wir ja bereits kannten, obwohl auch unsere zweite Reservation untergegangen war, bekamen wir sofort ein Zimmer und zu unserer grössten Freude auch noch etwas zu Essen. Der nächste Morgen startete einmal mehr mit Wäsche waschen, danach machten wir uns auf den cebtral market, den soweit ich weiss grössten Markt Ghanas. Wie zu erwarten tauschten wir auch hier einige Geldscheine in schöne Stoffe und sonstige Dinge um. Auf dem Markt hatten wir ein erfreuliches, wie auch zu gleich etwas beängstigendes Erlebnis, wer genaueres wissen möchte melde isch doch bei mir. :-) An unserem zweiten Kumasi-Tag stand das cultural center auf dem Plan, wir hatten eigentlich die feste Absicht zu Fuss dahin zu gehen, leider verliefen wir uns aber heillos, so dass wir irgendwann ein Taxi nahmen uns diesem eine halbe Stunde durch die Stadt fuhren..Tja tagsdarauf bemerkten wir, dass wir wohl zimlich im Kreis gegangen sein mussten. How ever wir kamen irgendwann im cultural center an und wir verbrachten einen tollen Tag in Mitten afrikanischer Schnitzereien, Musikinstrumente, Kleider und Bilder, natürlich wurde auch hier wieder gehandelt und eingekauft :-) Abends trafen wir uns ein weiteres Mal mit dem deutschen Pärchen aus dem Mole zum Essen, sie waren auf der Durchreise nach Ho in der Volta region und übernachteten zwei Mal in Kumasi, will heissen wir gingen tagsdarauf natürlich zu viert auf den central market, dieses Mal ohne spezielle Ereignisse abgesehen von viiiel Regen, aber dass muss ich den daheimgebliebenen nicht erklären. Es war alles nass und schlammig, ich war wirklich froh über meine Trekkingschuhe. Nach dem Markt besuchten wir zu zweit nioch den Ashanti-Palace, hier wohnt der König aus Ashanti. Das Königreich wird von dem King und der Queen regiert und reicht über die ganze Ashanti-Region (vergleichbar mit einem Kanton oder einem Bundesland). In jedem district gibt es einen von König eingesetzten chief, welcher über seinen district verfügt. Das Interessante in der Geschichte der Ashanti war in der Zeit der englischen Besetzung, da wurde der König und die Königin ins Exil in die Seychellen verfrachtet, jedoch nach einigen Jahren wieder zurück geholt, da die Engländer die Bevölkerung von Ashanti nicht 'bändigen' konnten. Da die Engländer aber das ehemalige Herrschershaus abbrannten, erbauten sie ein neues, dieses wurde über Jahre hinweg von drei verschiedenen Herrscshern genutzt, heute dient es Museum, der neue Palace steht aber gleich neben an. Was ich aber besonders beeindruckend finde, ist, dass der King bis heute eine extreme Macht in ganz Ghana hat, ein Wort von ihm und das Parlament hat nichts mehr zu sagen, er kann deren Entscheide einfach zu nichte machen. Doch es funktioniert und wie ich die Ghanaer kennengelernt habe brauchen sie eine solch traditionelle Führung. Nach diesem kulturellen Höhenflug machten wir uns auf den Rückweg zu unserem hostel, bedeutet, einmal quer durch die Stadt. Wir gingen bei strahlendem Sonnenschein los, wohl das erste mal N diesem Tag, doch schon bald goss es wieder wie aus Eimern, wir stelltenuns unter bis das schlimmste vorbei war, danach wagten wir uns wieder auf die Strasse, was dienGhanaer wohl gar nicht verstanden, wir wurden jedenfalls herzlichst unter jeden Schirm oder Unterstand eingeladen, was wir danken ablehnten. Völlig durchnässt, aber stolz den Heimweg von Beginn weg gefunden zu haben, erreichten wir das hostel, wie sehr hätte ich mir da eine warme Dusche gewünscht. Den Abend verbrachten wir natürlich wie es Tradition wurde mit unseren deutschen Freunden, doch dies war nun wirklich das letzte gemeinsame Abendessen. Aber ein wunderbares Frühstück mit dem ersten akzeptablen ghanaischen Brot, Marmelade, Peanutbutter, Bananen und Orangen teilten wir uns an unserem letzten Morgen in Kumasi zu viert. Danach packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg nach Accra, welches wir völlig unkompliziert erreichten. Mit einem völlig überteuerten Taxi fuhren wir zu unserem Relaxhotel, dessen Luxus bis heute leicht überfordert, aber auch freut. Viele gemischte Gefühle sind momentan in mir, ich geniesse die letzten Tage in diesem wunderschönen Land, welches ich kenne und lieben lernen durfte, anderseits freue ich mich so riesig auf meine Familie und meine Liebsten zu Hause, dass ich am liebsten jetzt schon zum Flughafen fahren würde. Doch ich bin ich hier und dies werde ich auch noch ausleben, aber ich freue mich auf euch!! Die Zeit hier raste nur so dahin, ich denke oft zurück an die Tage vor Ghana, an den Flug hierher und an die ersten Tage in Nima, es scheint alles erst eben gewesen zu sein, doch der Kalender sagt, es seien sechs Wochen vorbei- verrückt. Ich bin unendlichst dankbar diese sechs Wochen stets gesund, fit und munter gewesen zu sein und möchte mich bei allen bedanken, die mir ihren Schutzengel mitgeschickt haben, sie haben einen ausserodentlich guten Dienst erwiesen- vielen vielen Dank!