An was ich mich aber momentan selber am meisten erinnern muss, manchmal muss ich mich fast dazu zwingen, ist das entspannt sein, das Gefühl von, es kommt alles schon irgendwie gut, ich brauche mir keinen Stress zu machen. Natürlich kann das hier in der Schweiz nicht so umsetzen wie in Ghana, doch nur schon das Gefühl hervorzurufen hilft.
Ansonsten bin ich soweit es meine Zeit zu lässt immer noch ein wenig mit Ghana in Kontakt. Ich habe damals in einem Internetkaffee Markus getroffen, erst war ich ein wenig genervt, dass ich nicht einmal im Internetkaffee meine Ruhe haben konnte, doch dann erzählte er mir von seinem Projekt. Er hilft momentan Strassenkindern in Accra eine Gesundheitsversorgung zu erhlaten, anfangs half er den einzelnen Kindern selbst, er übernahm also für sie die Gesundheitskosten und finanzierte ihnen die NHI (national healthinsurance). Vor einigen Woche bekam ich ein äusserts erfreuliches Mail eines freudestrahlenden Markus, welcher mir berichtete, dass es ihm gelungen sei, gemeinsam mit einer deutschen Organisation, den Strassenkindern aus Nima (ein Quartier in Accra in welchem wir ebenfalls 2 Wochen lebten) die NHI zu finanzieren. Doch sein eigentliches Projekt geht viel weiter, ermöchte den Strassenkindern in Accra Bildung ermöglichen, er möchte, dass die Kinder eine Chance auf ein Leben neben der Strasse erhalten. Besonders liegen Markus die Mädchen am Herzen, da sie häufiger noch schlechter dran sind als die Jungen, häufig erfahren sie bereits im jungen Alter Gewalt aber auch Vergewaltigung, viele werden ungewollt schwanger. Ihnen möchte er durch das Unterrichten von Sexualkunde die Hand bieten sich aus diesem Teufelskreis zu lösen. Ein hochkomplexes aber sehr lohnenswertes Projekt, was er hier aufbaut. Kurz nachdem ich aus Ghana zurück war, schickte er mir sein vorläufiges Schreiben zu und erst da wurde mir die miserable Situation der Strassenkinder bewusst, noch heute, wenn ich diese Schreiben wieder vor mir habe, treten mir Tränen in die Augen- unter solchen Umständen soll kein Mensch dieser Welt leben sollen. Dafür setzt er sich ein und ich bin froh einen kleinen Beitrag zu leisten ihn auf diesem Weg zu unterstützen.
Ich habe euch noch einige Fotos versprochen. Voilà:
Auf zur Hochzeit in den afrikanischen Kleidern =)
Wasser holen vor dem Waschen
das Waschen
der ghanaische Tumbler
Volta-Delta
Elmina, eine atemberaubendeStadt
Auf Wanderschaft im 'Tessin'
Elefanten in freier Wildbahn
https://www.youtube.com/watch?v=AWrxfiG2wmM
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