Ehrlichkeit hat in der heutigen Welt keinen Platz mehr.- Aber in meiner.

Freitag, 8. August 2014

Ghana Part 3

Akwa(a)ba zum dritten

Ich habe nun gelernt, dass man Akwaba je nach Dialekt mit einem oder eben zwei a schreibt so viel zur Klammer.
Nach dem traumhaften Wochenende in Ada fou startete unsere erste Arbeitswoche und was soll ich sagen, unsere Vorstellungen weichen etwas von der Realität ab. Wir arbeiteten in einem sehr kleinen Krankenhaus, im ganzen hat es 9 Betten, eine Geburt haben wir  keine gesehen, unsere Hauptbeschäftigung war Blutdruck und Temperatur messen, ab und an eine Spritze zu geben. Donnerstags war jeweils Schwangerschaftstag, da fanden alle Schwangerschaftskontrollen statt und war daher auch unser lieblings Tag. Es war toll zu sehen, was die Hebammen mit den wenigen Gegeständen alles sehen und beurteilen können, daraus konnten wir sicher viel profitieren. Und der Kontakt zu den Schwangeren ist auch in Ghana sehr toll. Doch ansonsten ist die Arbeit sicher nicht die anspruchsvollste.
Ansonsten besuchten wir in den letzten 1.5 Wochen diverse Märkte und liessen uns Kleider aus wunderschönen afrikanischen Stoffen schneidern. Am vegangenen Wochenende gingen wir mit 13 Volunteers nach cape coast, dies war ein sehr eindrückliches Erlebnis. Am Samstagmorgen besuchten wir den kakun national parc in welchem man hoch in den Baumwipfeln auf Hängebrücken geht (nichts für Leute mit Höhenangst, aber ein tolles Erlebnis) Tiere haben wir bis auf einige Insekten leider keine gesehen, doch die Flora entschädigte dies! Anschliessend machten wir uns zu viert auf den Weg nach Elmina, ein Fischerdorf einige Kilometer von cape coast entfernt, dies war mein persönliches highlight des Wochenendes, ich hätte Stunden einfach nur dastehen und zusehen können. Es war Afrika pur, all die Leute, Farben, Gerüche, Töne, Schiffe, ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich in diesem Moment in dieses Land verliebt habe. (auch hier folgen natürlich noch Bilder). Am Sonntag besuchten wir das castel in cape coast, in diesem castel wurden die Sklaven gehalten, die von ganz Westafrika hierher gebracht wurden, bzw nach cape coast zu Fuss gehen mussten. Es war sehr eindrücklich und traurig zu sehen unter welchen Umständen diese Menschen gelitten hatten, bevor sie in ein fremdes Land verschifft wurden.
Zurück in Accra startete die zweite und somit auch letzte Arbeistwoche, in dieser geschah nicht sehr viel Neues, weshalb ich dies auch kurzerhand überspringen werde.
Ein amüsantes Ereignis war das Kochen für die Gastfamilie, wir beschlossen Rösti mit Spiegelei zu machen. Da bei uns zu Hause ürber dem Feuer gekocht wird, haben wir unsere erste Rösti auf Kohle zubereitet, einen Schönheitspreis hätte sie nicht gewonnen, aber es war schön etwas Schweiz zu haben. Unsere Gastfamilie war einfach die beste, die man sich wünschen kann, zum Abschied bekamen wir noch je 2 yard eines ghanaischen Stoffes, ich glaube darauf gibt es eine Decke :-) Doch so lieb die Gastfamilie ist, ich freue mich doch darauf nun wieder einigermassen ein Bad zu haben, fliessend Wasser ist da nicht einmal notwendig aber Licht ist schon ganz toll im Badezimmer. Doch das Wissen, dass man ohne fliessendes Wasser und mit nur sehr wenig Strom auskommen kann, ist schon toll.
Ja und nun sind wir also bereits unterwegs im Land, heute haben wir die erste Etappe geschafft und sind nach knapp 2 Stunden trotro-Fahrt in Koforidua angekommen. Koforidua ist die Hauptstadt der Eastern-Region, hier möchten wir morgen gerne etwas wandern gehen, wenns dann hoffentlich nicht regnet und uns die Wasserfälle der Gegend anschauen.
Am Sonntag gehts weiter nach Kumasi für eine Nacht und am Montag machen wir uns auf den Weg in den Norden nach Tamale. Am Donnerstag reisen wir weiter in den Mole nationalparc, sonntags gehts dann wieder für eine Übernachtung zurück nach Tamale, damit wir montags nach Kumasi in der Ashanti-Region fahren können, hier bleiben wir fünf Tage, abschliessend gönnen wir uns vier Tage Strandferien in Accra. Falls es euch beruhigt, wir haben überall bereits eine Unterkunft gebucht, das Land ist sehr sicher zu bereisen und wir haben alle Reiseziele mit anderen Volunteers und unsere Gastfamilie besprochen, wir sind also sehr sicher unterwegs :-)
Und nun wünsche ich euch eine gute Zeit, tragt Sorge, die Ghanaer würden sagen "god bless you!"

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